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Contest-Beitrag

Kontrolle

03.03.2010
Kontrolle
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Napo (48 P.)
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Computerspiel

Rubrik

Frei

Bildbeschreibung

Bitte versucht Euch erst am Bild, bevor Ihr den Text lest! In einer Galerie sieht man schließlich auch nicht mehr, als Bild und Titel. =)

 

 

 

 

Warum tue ich in einem Spiel Dinge, für die mir im echten Leben die Zeit viel zu schade ist?

 

Diese Frage habe ich mir schon häufiger gestellt, ertappe mich aber dann doch immer wieder dabei.

Bestes Beispiel: Fernsehen in GTA IV.

 

Verschwendete Zeit? Schließlich fehlt ohne Bezug zur realen Welt auch jeglicher Anspruch.

Oder doch eher wertvolles Detail für mehr Spieltiefe? Man bekommt schließlich Feedback über sein Handeln (z.B. Weazel News)

 

Ich glaube ich schau mir sowas an, weil mich diese schier endlosen Details in solchen Spielen faszinieren. Ganz nach dem Motto: "Mal gucken, ob die Entwickler das auch beachtet haben, schauen, was passiert, wenn ich dies und jenes mache usw.."

 

Habe ich dann eine halbe Stunde GTA IV Fernsehen geguckt, beschleicht mich dann aber sofort das Gefühl, ich habe meine wertvolle Spielzeit , für die in Zeiten meines Studiums nicht viel übrig bleibt, zum Fenster rausgeworfen.

 

Daher auch das Bild: Niko Bellic sitzt auf seiner Couch und guckt sich im Fernsehen an, wie ich meinerseits wiederum Niko Bellic auf der Couch sehe, der wiederum mich sieht und so weiter und so fort. Beide gehen somit einer völlig belanglosen Tätigkeit nach, ergo Zeitverschwendung, befinden sich aber in einer unüberwindbaren Spirale.

 

Normalerweise bin ich, als der Spieler des Spiels, aber jederzeit in der Lage, diese sinnlose Tätigkeit zu unterbrechen. Nur in diesem Bild sitzt Niko Bellic bewusst in der echten Welt (siehe Zeitschrift auf dem Tisch "Real Life Magazine") und ich bin im Spiel (siehe HUD), weshalb ich gar nicht in der Lage bin, den Kreislauf zu durchbrechen. Nicht eindeutig, wer hier überhaupt die Kontrolle über das Geschehen hat, werde ich also weiter dazu angehalten, mir Niko Bellic beim Fernsehen anzuschauen. Die gezeichnete Art des Vordergrunds soll hierbei noch verstärkt hervorheben, dass es sich in der ersten Ebene um eine künstliche und unechte Welt handelt. Und natürlich liegen auf meinem Tisch Spiele, Chips, Computerzeitschriften etc., um das ich-kann-nicht-aufhören-Verhalten zu verdeutlichen. (So siehts bei mir sonst nicht aus. Wink)

 

Nicht, dass Niko Bellic schonmal angefangen hätte, mich zu steuern Wink, aber es ist doch so, dass ich mich häufiger dabei ertappe, meine Spielzeit zu verschwenden und in ein Suchtverhalten übergehe. Denn auch in Spielen kann man seine Zeit "sinnvoll" nutzen.

 

 

 

Zum Entstehungsprozess:

 

Dieses Phänomen tritt bei mir nicht nur bei GTA IV auf. Deshalb bin ich unabhängig von dem Spiel auf die Frage gekommen, warum ich in einem Spiel Dinge tue, für die mir im echten Leben die Zeit viel zu schade ist. Zunächst hatte ich vor, ein freies Artwork von so einer Spirale zu erstellen. Ich sollte auf dem Bild spielen und mich gleichzeitig im Spiel befinden. Meine erste Idee war eine verkrümmte Perspektive (siehe im Anhang von MC Escher). Da die dazu entstandenen Skizzen aber nicht eindeutig genug wurden und keinem Spiel zuzuordnen waren, ist mir die Möglichkeit eingefallen, ein Bild im Bild darstellen zu können. Als Spiel fiel mir in dem Zuge die GTA Reihe ein, in der man sehr vielen sinnlosen Tätigkeiten nach gehen kann, die ich als pure Zeitverschwendung einstufe. Am ausgeprägtesten in San Andreas: Virtuelle Muckibude.

 

In diesem Zuge kam ich sofort auf das Internet und das Fernsehen in GTA IV. Wo das Internet immernoch zu einem kleinen Teil Questfunktionen bietet, ist das Fernsehen im Spiel wirklich eine freie Dreingabe und passt genau zu meinen Gedanken. Demnach war der Ort für meinen Screenshot schnell gefunden: Die Wohnung mit dem größten Fernseher im Spiel. Schließlich wollte ich einerseits Niko Bellic auf dem Bild haben, andererseits den Inhalt im Fernsehen nicht verschwindend klein.

 

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Kommentare

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mista.toast (0) schrieb am 01.06.2010 - 14:06:

wow, sehr schönes thema. sehr gut finde ich deine einleitung, in der du dazu aufrufst, selbst herauszufinden was du genau mit diesem bild aussagen willst.

mir ist das zwar nur bedingt gelungen, ich konnte das spiel nicht als GTAIV identifizieren, weil ichs leider selbst noch nicht gespielt habe. dennoch habe ich erkannt, dass du durch diese zeichnung in der vorderen ebene des bildes die virtuelle welt meinst, in der eigentlich du dinge veränderst/bewegst/spielst... diese aber nur dir beim spielen zusieht und das zu einem kreislauf führt aus dem du dich - mehr oder weniger - nur schwer selbst wieder herausbekommst

> beeindruckend aus meiner sicht Smile super!


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Napo (48) schrieb am 02.06.2010 - 15:12:

Freut mich wirklich, dass Du genau das im Bild sehen konntest und dass Du Dich drauf eingelassen hast.

Danke! =)


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his1nightmare (155) schrieb am 01.06.2010 - 16:44:

Mir gefällt deine Offenheit; praktisch jeder Spieler leidet manchmal an dem Prinzip "ach.. noch 5 Minuten, der Quest und dann kann ich "wichtigeres" tun", aber nicht viele geben das absolut offen zu, und noch weniger Personen können das auch noch argumentieren.

Dann hast du es auch noch weitestgehend super visualisiert, eine doch recht ausdrucksvolle Malerei gezaubert und den Kreis durch einen sehr transparenten gedankengang geschlossen.

 

Von mir 6 Sterne.

mfg


________________
"Gemessen am Tod, ist das Leben Nichts.
Aber auch ebenso der Tod, gemessen am Leben."
- his1nightmare, 2009

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Engelhaft (265) schrieb am 01.06.2010 - 21:33:

Schon sehr interessant geworden ^^ Aber du versteckst dich ein wenig xD

 

Ich hatte zuerst ein wenig andere Gedanken, aber du hast es textlich gut auf den Punkt gebracht Smile


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Napo (48) schrieb am 01.06.2010 - 23:17:

Ja Du hast recht, ich verstecke mich. Als ich das Foto machte, wollte ich mit der Kapuze eigtl. darstellen, dass da jeder "Gamer" sitzen könnte... wiederspricht ein wenig meiner Erläuterung, die auf mich bezogen ist, aber ob das Verhalten auch bei anderen auftritt kann jeder ja für sich selber schauen. Wink

 

 


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Engelhaft (265) schrieb am 02.06.2010 - 19:10:

Neh, so gesehen ist das sogar gut Smile Und es spricht nichts dagegen, sich mal zu widersprechen Laughing out loud Du kennst doch die Geschichte mit der Schlafforschung und das Gamer sich aus der Third Person Perspektive steuern (im Schlaf!)? ^^

 


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Petra (95) schrieb am 02.06.2010 - 18:49:

Die Faszination von Fantasie und Realität. Ein wirklich gelungenes Werk.

 

Das Klischee des süchtigen Computerspielers, die Jacke würde ich mir nicht anziehen.

Sicherlich, es gibt da schon Fälle, aber es gibt auch genug Leute, die den ganzen Tag vor der Glotze hocken.

Nur ist das Fernsehen gesellschaftlich akzeptiert und die Spiele noch nicht.


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Suzumega (192) schrieb am 03.06.2010 - 11:16:

Coole Sache, bei vorausgesetzter unendlicher Auflösung, wäre das ein modernes Pendant zu 2 sich inneinander spiegelnden Spielgeln. Tolles Gedankenspiel mit Wirklichkeitsebenen, mein Lieblingsautor Philip K. Dick wäre sicher ebenso fasziniert und würde ein Buch aus dem Paradoxon machen. Eine kreative und gekonnte Art sich dem thema Vidoespiele zu wiedmen.

 

 


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Martin Geisler (350) schrieb am 06.06.2010 - 17:40:

Da will ich mich anschließen. Sehr schönes Bild und es drückt toll deine Absicht aus. Über dieses Phänomen (des Gefühls seine Zeit verschwendet zu haben) haben auch wir hier schon sehr viel nachgedacht. Klasse Arbeit!


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Engelhaft (265) schrieb am 14.06.2010 - 21:00:

Herzlichen Glückwunsch!!! ^.^

 

Jetzt kannst du mit dem Laptop noch mehr Zeit... Laughing out loud


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Napo (48) schrieb am 14.06.2010 - 23:10:

Danke!

Oh man, ich kann noch gar nicht glauben, dass ich überhaupt einen bekomme ... ^^

Dir auch herzlichen Glückwunsch für deinen Extra-Award! Ich finde es toll, wie Du Dir für fast jede Arbeit die Mühe gegeben hast, Kommentare und Kritik zu äußern.

In dem Zuge auch herzlichen Dankeschön an his1nightmare. Tolle Kritiken bei allen Arbeiten!


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Martin Geisler (350) schrieb am 16.06.2010 - 14:22:

Ganz herzlichen Glückwunsch Naop zum 1. Platz! Anbei möchten wir dir die Jurybegründung senden, welche auch in der Begleitbroschüre zur Ausstellung angeführt sein wird:

 

„Kontrolle“ ›Ich und mein Verhältnis zum Spiel‹: Napos Arbeit trifft das Thema des Contests wie den Nagel auf den Kopf. In seiner Arbeit „Kontrolle“ spiegelt er sein eigenes Spielverhalten in ineinander verschachtelten Bildern, wobei er Realität und Spiel auf künstlerischer Ebene miteinander verbindet. Das Verhältnis von Avatar und Spieler stellt hierbei ein zentrales Element der Auseinandersetzung dar. Dabei spielt das Artwork mit einer Verkehrung der Rollen und versetzt den Spieler und seine Spielfigur in die Situation einer gegenseitigen Betrachtung, die durch eine endlose Reihung – vermittelt durch den Blick auf den Fernseh- und Computerbildschirm – fortgeführt wird und hierbei die Position des Entscheidungsträgers uneindeutig lässt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass beide Protagonisten zugleich aktiv als auch passiv erscheinen: Beide sind Betrachter und Gegenstand der Betrachtung zugleich. Dies spiegelt auf metaphorischer Ebene auch das Sinnieren über die eigene Tätigkeit im Rahmen des Spielprozesses wider – eine Tätigkeit, welche sowohl stets innerhalb als auch außerhalb des Spieles zu verorten ist. Eine Reflektion über das Medium Computerspiel und die damit verknüpften Erfahrungen schließt also stets sowohl das ›Innen‹ als auch das ›Außen‹ des Spiels ein. Napos Arbeit wirkt diesbezüglich dem Bild des immersiv in sein Spiel versunkenen Spielers entgegen und zeigt, dass sich Gamer durchaus ihrer doppelten Verortung bewusst sind und eben nicht unkritisch in einer künstlichen Welt versinken. Für Napo stellt sich in diesem Kontext vor allem auch die Frage, was für einen Wert das virtuelle Erlebnis für die tatsächliche Lebensrealität besitzt. Sein Artwork ist eine Reflexion über die Zeit und die Art und Weise, wie man diese Zeit ausfüllt. In diesem geradezu absurd erscheinenden Szenario wird die Zeit absorbiert durch eine an Sinnlosigkeit kaum zu übertreffende Tätigkeit, die er in eine Beziehung zu seinem realen Spielverhalten setzt, welches er hinterfragt und dessen Sinn er auf die Schliche kommen möchte. Durch seine schriftliche Ausführung ergänzt Napo das Artwork zudem um eine Selbstreflexion, in der die Beschäftigung mit dem Banalen und scheinbar Sinnlosen gar nicht mehr so sinnlos erscheint:  Napo beschreibt den Reiz des Details, des Erprobens von Grenzen und Möglichkeiten des Spiels. Den Reiz des Spiels als Spielerei. (Die Jury)


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Napo (48) schrieb am 16.06.2010 - 19:46:

Vielen Dank!

Eine, wie ich finde, passende und tiefgründige Beschreibung, die nichts außer Acht lässt und zeigt, wie viel Arbeit und Gedanken sich die Jury tatsächlich bei der Auswahl der Bilder gemacht hat! =)


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